Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bezuschusst auf Antrag den Einbau
von Induktionsanlagen in Kirchen und Gemeindehäusern (nach Beratung VOR Beginn des
Projekts).
Kontakt für Beratung und Anfragen: schwerhoerigenseelsorge(at)ekhn.de
Die induktive Technologie beseitigt Hör-Barrieren
Heutige Hörgeräte – so verspricht die Werbung vieler Firmen – sind in
der Lage, hörgeschädigten Menschen wieder ein (fast) natürliches Hören
zu ermöglichen. Doch die modernste digitale Technik stößt an
physikalische Grenzen. In akustisch ungünstigen Räumen wie Kirchen mit
Nachhall und Echo haben auch normal hörende Menschen Probleme,
Sprache zu verstehen. Für Menschen mit Hörgeräten ist dies nahezu
unmöglich, denn auch die besten Hörsysteme können Störgeräusche
nicht ausreichend filtern.
Somit besteht die Gefahr, dass das Wort Gottes bei einem großen Teil der Menschen nicht
ankommt – etwa 20% der Bevölkerung leidet an Hörproblemen.
Abhilfe kann eine induktive Höranlage schaffen. Diese erzeugt ein Magnetfeld, das den
Hörgeräte-Träger*innen einen klaren, störungsfreien Empfang „direkt ins Ohr“ ermöglicht.
Selbsthilfe- und Fachverbände, Raumakustiker*innen und Hörgeräteakustiker*innen in
Deutschland empfehlen die Installation von induktiven Höranlagen.
Es gibt keine vergleichbare Technik, die eine gleiche Hörqualität bietet, langlebig ist und
unkompliziert genutzt werden kann.
Die Installation ist relativ kostengünstig. Bereits ab einem Materialwert von ca. 2000,- €
können Kirchengemeinden ihren schwerhörigen Gliedern den Zugang zu Gottesdienst und
Gemeindeleben erleichtern. Häufig lässt sich die Anlage direkt in die vorhandene
Lautsprecheranlage integrieren.
Induktive Höranlagen sind nach fachgerechtem Einbau wartungsfrei und bieten
größtmögliche Barrierefreiheit, da sich Träger*innen von Hörgeräten mit aktivierter T-Spule
ohne weitere Zusatzgeräte zuschalten und für ihre selbstbestimmte Teilhabe am Geschehen
entscheiden können.